Stephanie Kuhlmann
Reise

Faszination Bali

7 Gründe, warum es sich lohnt, die indonesische Insel zu besuchen

Oft wurde ich gefragt, was an Bali so besonders sei, und warum ich in Kauf nehme, so viele Stunden dorthin zu fliegen. Mit nur einem Aspekt lässt sich die Frage gar nicht beantworten, es ist vielmehr die Mischung aus Exotik, dem Lächeln der Menschen, die einem das Gefühl geben, angekommen zu sein, dem Klang der Gamelan-Orchester, dem Geruch der Räucherstäbchen und den schönen Tempeln. Dazu kommt das köstliche Essen an traumhaften Stränden. Indonesien hat mich berührt mit seiner wärmenden Schönheit, und es führt kein Weg daran vorbei, wieder zurückzukommen.

Indonesische GastfreundschaftIndonesische Gastfreundschaft

1. Indonesische Gastfreundschaft
Indonesier sind sehr aufgeschlossen und interessiert gegenüber Touristen. Keiner versäumt zu fragen, wo man herkommt. Sie sind hilfsbereit, manchmal fast schon demütig. Und sie schenken einem ein authentisches und herzliches Lächeln, ja sogar ein Strahlen, als wäre es das normalste der Welt. Wenn man dann noch ein paar Worte indonesisch spricht, haben sie einen komplett in ihr Herz geschlossen.

Ruhe und Gelassenheit

2. Ruhe und Gelassenheit
In Indonesien lernt man als Europäer eine ungewohnte Ruhe und Gelassenheit kennen, den Tag zu leben, wie er ist, und Dankbarkeit für das zu empfinden, was man hat. So freut man sich wieder auf die kleinen Dinge im Alltag. Wem das nicht reicht, der kann sich mit vielen Wellnessangeboten zu sehr günstigen Preisen in den Touristenzentren verwöhnen lassen. Körper, Geist und Seele werden stets als Einheit betrachtet. Auch die zahlreichen Yoga-Kurse besonders in Ubud tragen zu innerer Ruhe und Gelassenheit bei.

Insel der Götter

3. Insel der Götter
Besonders beeindruckend aufgrund seiner Lage ist der Tempel Pura Luhur Uluwatu, der sich auf einer 70 Meter hohen Steilklippe befindet. Bei Sonnenuntergang wird dort regelmäßig der so genannte Kecak-Tanz („Affentanz“) aufgeführt. Er erzählt die Geschichte von der Entführung der Prinzessin Sita durch den Dämonenkönig Ravana. Wenn sich die Männer in Trance gesungen haben, beginnt der eigentliche Tanz mit aufwändig gestalteten Kostümen und Masken.

Traditionelle Tänze, Rituale, Prozessionen und vieles mehr zählen zur gelebten Kultur, der Touristen gern beiwohnen können, sofern sie sich angemessen verhalten.

Wenn Balinesen Drachen steigen lassen, dann hat das wie fast alles eine spirituelle Bedeutung: Angeblich vergnügte Gott Indra sich einst mit diesem Spiel. Das halbe Dorf baut an den imposanten Drachen, die bis zu zwölf Meter lange Schwänze haben. Beim jährlichen Drachenfestival in Sanur (Juli/August) treten rund 1500 Dörfer gegeneinander an. Begleitet von einem Priester und Gamelan-Musik ziehen ein Dutzend Männer das Kunstwerk in die Luft. Ich habe noch immer die Glockenähnlichen Klänge im Ohr, die einen in anderen Sphären schweben lassen.

Doch auch, wenn die meisten Einwohner Balis hinduistischen Glaubens sind, gibt es auch Moscheen, Buddhistische Klöster und christliche Kirchen. Die Menschen unterschiedlicher Religionen leben in vorbildlicher Art und Weise friedlich miteinander.

Kulinarische Köstlichkeiten

4. Kulinarische Köstlichkeiten
Die Küche mit verschiedenen frischen Gemüsesorten ist leicht und schmackhaft, oft werden Saté-Spießchen aus Hähnchenfleisch dazu serviert und natürlich immer eine Portion Reis. In den Touristenzentren gibt es auch westliches Essen wie Pizza und Pasta, doch die indonesische Küche ist oft bekömmlicher. Frisch gepresste Säfte aus Ananas, Wassermelone oder Mangos werden schon zum Frühstück gereicht.

Bunte Tierwelt

5. Bunte Tierwelt
Auf dem Weg zum Bratan-See sitzen Äffchen am Straßenrand und freuen sich, wenn man anhält und sie füttert. Wer mehr von ihnen sehen möchte, fährt am besten in den weitläufigen Affenwald von Ubud. Mir persönlich gefällt es, ein Äffchen auf der Schulter sitzen zu haben, aber das ist natürlich Geschmackssache. Wer sie nicht anfasst und einen gewissen Abstand hält, erlebt unterhaltsame Spiel- und Streitrituale. Sehr prächtig ist die Vogelwelt: Fregattvögel, Prachtfinken, Kakadus und viele mehr kann man in der Natur Balis entdecken. Ein kleines Wunder ist auch der größte Schmetterling, Atlasspinner, mit einer Flügelspannbreite von bis zu 30 Zentimetern.

Grünes Bali

6. Grünes Bali
„Treppen in den Himmel“ werden die Reisterrassen Jati Luwih genannt. An ihnen entlang führt sogar eine Wanderroute, die sehr abwechslungsreich ist. Immer umgeben vom satten Grün geht man über Bambusbrücken und trifft auf die Reisbauern mit ihren Kühen. Im tropischen Regenwald wiederum lohnt sich eine Wanderung zum Gitgit Wasserfall, der aus imposanter Höhe hinabstürzt. An dessen Fuße bietet ein Wasserbecken eine herrliche Abkühlung. Die heißen Quellen Air Panas Banjar sind dagegen wie eine Badewanne.

Paradiesische Gili Inseln

7. Paradiesische Gili Inseln
Helle Sandstrände, türkisblaues Meer und relaxte Atmosphäre - Die Gili-Inseln im Nordwesten von Lombok sind Taucher- und Schnorchel-Paradiese. Zwischen lauter bunten Fischen hatte ich sogar das Glück, Unterwasserschildkröten zu beobachten.

Gili Air (ursprünglich Gili Ayer, zu Deutsch „Kleine Wasserinsel“) liegt Lombok am nächsten und ist mit dem Slow-Boot in rund 20 Minuten zu erreichen. Speedboote brauchen nur fünf Minuten.

Auf der autofreien Insel bewegt man sich zu Fuß, per Rad oder per „Horse-Car“ (eine schmale Pferdekutsche), auch „Lamborghini“ genannt. Wer Ruhe sucht, kommt auf seine Kosten, genauso wie der, der Unterhaltung braucht, denn in vielen Restaurants gibt es allabendliche Live-Musik. In den Lounge-Bereichen wird man führsorglich bedient. Die Kellner lesen einem jeden Wunsch von den Lippen ab und lieben es, mit einem ins Gespräch zu kommen. Im Gegensatz zu Bali sind die meisten Bewohner muslimischen Glaubens.

Mein Lieblingsort auf Gili Air ist Scooperific Cafe & Gelato, denn dort gibt es leckere Nutella Crêpes mit der besten Aussicht auf das türkisfarbene Meer.

Buchtipps:
Susanne Beigott, Otto Braun: Bali & Lombok. Michael Müller Verlag (2015).

Hrsg. Lucien Leitess: Reise nach Bali. Kulturkompass fürs Handgepäck. Unionsverlag Zürich (2007).

Bettina David: KulturSchock Indonesien. Reise Know-How Verlag (2015).

Laurent Gounelle: Der Mann, der glücklich sein wollte. Unterwegs auf der Reise zu sich selbst. Goldmann Verlag (2010).

Elisabeth Gilbert: Eat Pray Love. Berliner Taschenbuch Verlags GmbH (2010).

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