Stephanie Kuhlmann
Literatur

Lesung mit Arno Surminski

Im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg stellte der Autor sein neues Buch „Tod eines Richters" vor

„Ich wollte mal zeigen, dass ein Ostpreußen-Autor auch was anderes schreiben kann“, betonte Arno Surminski bei seiner Lesung im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg. Das ist ihm mit seinem neuen Buch „Tod eines Richters – Roman über ein ungewolltes Kind“ gelungen. Von der ersten Seite an wird der Leser von der Geschichte gefesselt und taucht darin ein.

Arno Surminski las im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg aus seinem neuen Roman "Tod eines Richters"Arno Surminski las im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg aus seinem neuen Roman "Tod eines Richters"

Der beliebte Bestsellerautor Arno Surminski greift in seinem Roman die rechtlichen, medizinischen und ethischen Aspekte eines Versicherungsfalles auf und zeigt dessen bewegende emotionale Dimension. Das Publikum lauschte gebannt seiner angenehmen Stimme und folgte der Protagonistin Hanna Bohra auf Schritt und Tritt von dem Moment an, als ein anonymer Anrufer ihr am späten Abend erklärt, ihr Vater, ein ehemaliger Richter, sei vor drei Minuten verstorben.

Vor dem Hintergrund, dass der letzte Teil in Lüneburg spiele und dann doch das Thema Ostpreußen ein wenig touchiere, wollte Surminski seinem Publikum diese Seiten nicht vorenthalten. Einigen Teilnehmern hatte er damit allerdings zuviel verraten. Am Ende der Lesung entstand eine angeregte Diskussion darüber, ob die ungewollte Schwangerschaft und damit die Geburt eines Kindes, hervorgerufen durch einen medizinischen Kunstfehler, ein Schaden sein könne. Arno Surminski, der in einem Anwaltsbüro eine Lehre absolviert und zehn Jahre als Angestellter in der Rechtsabteilung einer Hamburger Versicherungsgesellschaft gearbeitet hat, bewies in seinen Erläuterungen große Fachkenntnis. „Es gehe nicht um die Geburt, sondern um den Anspruch auf Unterhalt.“

Das Buch:
„Er hatte es verdient zu sterben“ – durch einen anonymen Anrufer erfährt die Jurastudentin Hanna Bohra vom Tod ihres Vaters. Kurz darauf wird er vor seinem Schreibtisch auf dem Boden liegend aufgefunden. Obwohl keine Spuren von Fremdeineinwirkung festgestellt werden, bleibt alles an diesem Fall mysteriös. Wer kann ein Interesse am Tod des renommierten Richters im Ruhestand gehabt haben? Wer war der letzte Besucher im Haus an der Hohen Heide von dem noch eine halbvolle Tasse und ein angebissener Kopenhagener zurück blieben? Hanna Bohra beauftragt Privatdetektiv Lassek, Licht ins Dunkel zu bringen. Der erfahrene Ermittler findet sich schnell in einem komplizierten Geflecht von Menschen und Schicksalen wieder, die alle in Verbindung zu dem verstorbenen Richter zu stehen scheinen. Am Ende steht die Frage nach dem Wert eines Menschenlebens: Kann ein Mensch ein Schaden sein? Ein neuer spannender Roman von Arno Surminski der an der Nahtstelle von Recht und Ethik spielt.

Der Autor:
Arno Surminski, geb. 1934 in Ostpreußen, kam nach der Deportation seiner Eltern in die Sowjetunion (1945) zu einer Familie in Schleswig-Holstein. Er ist Autor zahlreicher Romane, Erzählungen und Sachbücher, viele über Ostpreußen, das Kriegsende und die Folgen wie u.a. Jokehnen oder wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland und Kudenow oder an fremden Wassern weinen. Außerdem arbeitet er als Fachjournalist im Bereich Versicherungen. Im Ellert & Richter Verlag sind außerdem die Titel Das alte Ostpreußen, Die masurische Eisenbahnreise und andere heitere Geschichten sowie Winter Fünfundvierzig oder die Frauen von Palmnicken lieferbar.

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