Stephanie Kuhlmann
Reise

Lesereise nach Kaliningrad/Königsberg 2012

Mit Arno Surminski, Stephanie Kuhlmann und Hans Graf zu Dohna

Literatur in der Kantstadt hautnah erleben und auf der Kurischen Nehrung die Natur genießen – dieses und vieles mehr haben das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg und Russland Reisen Romanova für eine exklusive Lesereise organisiert.

Exklusive Lesereise ins nördliche Ostpreußen 2012Exklusive Lesereise ins nördliche Ostpreußen 2012

Auch wenn sie verschiedenen Generationen angehören, haben alle drei Autoren spannende Geschichten über das damalige Ostpreußen und das heutige Kaliningrader Gebiet zu erzählen: der Bestsellerautor Arno Surminski, die Nachwuchsautorin Stephanie Kuhlmann und der Vertreter eines bekannten ostpreußischen Adelsgeschlechts, Hans Graf zu Dohna.

Die Teilnehmer der Lesereise Ende September 2012 haben die einzigartige Gelegenheit, die Autoren ganz persönlich in Kaliningrad zu erleben. Gleich am nächsten Tag nach der Anreise wird die Reisegruppe im Deutsch-Russischen Haus vom Direktor A. P. Portnjagin und dem Kulturreferenten des Deutschen Konsulates, Daniel Lissner, offiziell empfangen. Im Anschluss finden Lesungen der Buchautoren mit Signierstunde und Abendbuffet statt. „Diese Reise ist eine ganz besondere, die ich mit viel Herzblut zusammen mit Frau Kern vom Ostpreußischen Landesmuseum organisiert habe“, betont Natalia Romanova von Russland Reisen Romanova.

Und da die schöne Natur zu Ostpreußen gehört wie der Bernstein, darf auch ein Ausflug auf die Kurische Nehrung und zur Samlandküste nicht fehlen. Der Vater von Hermann Kallweit in Arno Surminskis Roman „Sommer vierundvierzig“, der auf der Kurischen Nehrung spielt, hat sich der Ornithologie verschrieben. Ebenso geht es Sarahs Vater in „Hoffnung heißt Nadjeschda“, Stephanie Kuhlmanns Debütroman. Er liebt Singvögel und bringt seiner zweijährigen Tochter ihre Namen bei. Und so wird Literatur gegenwärtig, wenn die Reise zur berühmten Vogelwarte Rybatschy (ehemals Rossitten) führt. Nach einem Zwischenstopp in Selenogradsk (ehemals Cranz) endet der Tag im Kaliningrader Dohnaturm, in dem sich heute ein Bernsteinmuseum befindet. Hans Graf zu Dohna wird einen Vortrag zu seiner Familiengeschichte halten. Er hat ein Buch über seine ostpreußischen Vorfahren geschrieben und erinnert sich noch gut an die Jugendtage in den 30er Jahren. Seine Großmutter schickte zu Kaisers Geburtstag immer Glückwunschtelegramme ins holländische Doorn, wo Wilhelm II. im Exil lebte. Zurück kam jedesmal ein Dankestelegramm. Ostpreußische Königstreue. Die Dohnas hatten schon dem Großen Kurfürsten gedient. Vom Schloss der Dohnas (Waldburg), gelegen im Kaliningrader Gebiet, ist nur noch der Park übrig geblieben.

Ein weiterer Ausflug führt die Reisegruppe nach Palmnicken, zusammen mit dem Kulturreferenten des Deutschen Konsulats. Dort stehen der Besuch des Bernsteinkombinats und der Gedenkstätte der Opfer des Massakers von Palmnicken sowie eine Lesung mit Arno Surminski aus seinem Buch „Winter Fünfundvierzig oder die Frauen von Palmnicken“ auf dem Programm. Entspannte Stunden genießen die Teilnehmer anschließend im Ostseebad Swetlogorsk (ehemals Rauschen), das sich wieder zu einem mondänen Seebad gemausert hat. Der ortskundige deutschsprachige Reiseleiter Evgenij Snegovskij begleitet die Gruppe an allen Tagen.

In einer Region mit so schwieriger Geschichte, als Exklave umgeben von den europäischen Ländern Polen und Litauen, ist die deutsch-russische Verständigung besonders wichtig. Ein Besuch führt die Reisegruppe zur Kantuniversität, wo die Autoren ihre Abschlusslesung abhalten und vor allem das Gespräch mit den jungen Germanistikstudenten suchen werden. „Ich freue mich besonders, dass dieser Austausch über die Generationen hinweg stattfinden wird“, sagt Agata Kern, Kulturreferentin des Ostpreußischen Landesmuseums und Mitorganisatorin der Lesereise.

Weitere Infos zur Reise:
Russland Reisen Romanova
Natalia Romanova
Telefon: 040 – 22 69 70 74
E-Mail: info@romanova-reisen.de
www.romanova-reisen.de
www.ostpreußisches-landesmuseum.de


Arno Surminski
Geboren 1934 in Jäglack als Sohn eines Schneidermeisters, blieb nach der Deportation seiner Eltern 1945 allein in Ostpreußen zurück. Nach Lageraufenthalten in Brandenburg und Thüringen wurde er 1947 von einer Familie mit sechs Kindern in Schleswig-Holstein aufgenommen. Seit 1972 arbeitet er freiberuflich als Wirtschaftsjournalist und Schriftsteller. Zu seinen Bestsellern gehören u. a. die Romane „Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?“ und „Winter Fünfundvierzig oder Die Frauen von Palmnicken“ sowie die Erzählbände „Aus dem Nest gefallen“ und „Die masurischen Könige“.

Stephanie Kuhlmann
1971 in Hamburg geboren, studierte Germanistik und Volkswirtschaftslehre in Aachen. Seit 2003 reist sie regelmäßig nach Russland. 2009 bis 2010 arbeitete sie als Korrespondentin für eine deutsch-russische Nachrichtenagentur in Moskau. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Hamburg, wo sie als Wirtschaftsjournalistin und freie Autorin tätig ist. Ihre Tochter besucht einen russischen Kindergarten. Ihr Vater kam aus dem ostpreußischen Ort Waldhausen bei Insterburg. Stephanie Kuhlmann plädiert in ihrem Debütroman „Hoffnung heißt Nadjeschda“ für eine deutsch-russische Verständigung.

Hans Graf zu Dohna
1925 als jüngster Spross der adligen Familie im Schloss Waldburg-Capustigall bei Königsberg geboren, verlebte seine Kindheit in der Welt des ostpreußischen Adels. 1943 wird der 18-Jährige eingezogen und in den Krieg nach Frankreich geschickt. Schon im September 1944 gerät er dort in amerikanische Gefangenschaft. Schloss Waldburg wird 1945 in den Kampfhandlungen um Königsberg komplett zerstört. Heute lebt Hans Graf zu Dohna bei Berlin. Sein Buch trägt den Titel: „Waldburg-Capustigall: Ein ostpreußisches Schloss im Schnittpunkt von Gutsherrschaft und europäischer Geschichte“.

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